Gut gebrüllt, Löwe – Vollmond im Löwen am 01.02.2026, um 23.10 Uhr

 

Gut gebrüllt, Löwe

Der Vollmond im Löwen eröffnet die Finsternis-Saison. Der nächste Neumond am 17. Februar zeichnet mit einer Sonnenfinsternis einen Feuerring an den Himmel über der Antarktis.

Gleichzeitig wird das neue chinesische Jahr im Zeichen des Feuerpferdes begrüßt –  ein Symbol für Wildheit, Mut und ungezügelte Lebenskraft.

Finsternisse sind besondere Ereignisse. Sie bringen karmische Themen, Berichtigungen und innere Weichenstellungen ins Feld. Ihre Wirkung reicht weit über einen Mondzyklus hinaus und orchestriert für mindestens drei Monate die Hintergrundmusik der Erfahrungen.

Herz ist Trumpf

Die volle Mondin im feurigen Löwen taucht uns tief in Beziehungsthemen ein – in das feine Gleichgewicht zwischen weiblicher und männlicher Energie.

  • Kannst Du den anderen enttäuschen, um Dir selbst treu zu sein?
  • Stehst Du in Deiner Würde und lässt dem anderen die seine?
  • Bist Du im Herzen wirklich berührt?
  • Lebst Du Deine eigene Kraft und Wahrheit?
  • Teilst Du mit, was Dir wirklich am Herzen liegt?

Freiheit – ein Kind der Liebe

Der Mond empfängt das klare Licht des Wassermanns. Freiheit ist sein Thema.
Liebe kann nur dann erfüllen, wenn sie frei fließen darf.

Alle Versuche, Liebe in Absprachen, Erwartungen oder Sicherheiten einzusperren, lassen diese universelle Kraft versiegen.

Neues Alltagsgefühl

Die Mondenergie lässt uns viel deutlicher erkennen, wo wir den Alltag nicht mehr lebendig feiern, sondern in einem strukturierten Ablauf mehr oder weniger perfekt funktionieren – Die Freude, Sinn und Inspiration verloren haben und unsere Hoffnung auf den nächsten Jahresurlaub legen.

Es liegt an uns, neue Strukturen zu schaffen, in denen Liebe, Spiel und Leichtigkeit die Lebensfreude wieder erwecken.

Wild und frei

Die dominante Wassermann-Kraft schenkt uns den Adlerblick. Sie lässt uns klarer erkennen, wo wir uns selbst im Weg stehen – wo wir vielleicht das größte Hindernis sind, unserem inneren Feuer zu folgen, um wild, berührt und frei zu leben.

Imbolc – das Lichtfest

Der Vollmond befeuert auch das keltische Lichtfest Imbolc, das später von der katholischen Kirche als Maria Lichtmess auf den 2. Februar gelegt wurde.

Nach der dunklen, eingezogenen Zeit beginnen die Lebenssäfte der Natur wieder zu steigen. Die Tage werden spürbar länger. Imbolc ist ein Fest der Reinigung, der Hoffnung und des Neubeginns.

In vollem Gang

Die Vorbereitungen des Frühlings sind bereits im Gange – oft noch verborgen im Erdreich. Die Vögel zwitschern wieder lauter, die ersten Schneeglöckchen stehen bereit,  das langsame Aufwachen der Natur einzuläuten.

Erinnere Dich:

Wir sind ein wunderschöner und genialer Ausdruck der Natur – und untrennbar mit ihr verbunden.

  • Spüre nach, was in Dir nach oben steigen will?

Vielleicht zeigt sich etwas ganz anderes, als Du geplant hast.

Brigid

Imbolc wurde zu Ehren der strahlenden Göttin Brigid gefeiert – einer jungen, lichtvollen Ausprägung der heiligen Weiblichkeit, die das Zepter der weisen Wintergöttin übernimmt.

Brigid ist Göttin des Lichts und des Feuers. Sie schenkt Heilung, Kreativität und Inspiration. Mit ihr beginnt ein neues, inneres Erwachen.

Die Einladung

Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest.
Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst,
davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst,
verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume,
in das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen.
Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt hast,
ob Du durch Verrat, den Du im Leben erfahren hast,
aufgebrochen und offen geworden
oder geschrumpft bist und Dich verschlossen hast vor Angst und weiterem Schmerz.

Ich möchte wissen, ob Du dasitzen kannst mit Schmerz
– meinem oder Deinem eigenen –
ohne irgendeine Bewegung der Ausflucht,
ohne den Schmerz zu verbergen, ohne ihn verschwinden zu lassen, ohne ihn festzuhalten.

Ich möchte wissen, ob Du mit Freude dasein kannst
– meiner oder Deiner eigenen –
ob Du mit Wildheit tanzen und zulassen kannst,
daß Ekstase Dich erfüllt bis in die Fingerspitzen und Zehen hinein,
ohne jene Vorsicht, in der du dich in acht nimmst,
realistisch bist und dich an die Begrenzung des Menschendaseins erinnerst.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du mir erzählst, wahr ist.
Ich möchte wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um zu Dir selbst ehrlich zu sein,
ob Du es erträgst, daß Dir deshalb jemand Vorwürfe macht
und Du trotzdem Deine eigene Seele nicht verrätst.
Ich möchte wissen, ob Du treu sein kannst und zuverlässig.

Ich möchte wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch dann, wenn es nicht jeden Tag schön ist
und ob Du in Deinem Leben einen göttlichen Funken spürst.
Ich möchte wissen, ob Du mit Mißerfolg leben kannst
– mit Deinem und meinem –
und immer noch am Ufer eines Sees stehen und “Ja“ zum Vollmond rufen kannst.

Es interessiert mich nicht, wo Du lebst oder wieviel Geld Du hast.
Ich möchte wissen, ob Du nach einer kummervollen Nacht voller Verzweiflung aufstehen kannst
–ausgelaugt und mit Schmerzen –
und trotzdem tust, was getan werden muß für Deine Kinder oder andere Menschen.

Es interessiert mich nicht, welche Schulausbildung Du hast oder wo und bei wem Du studiert hast.
Ich möchte wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen und nicht zurückschrecken wirst.
Ich möchte wissen, was Dich von innen aufrecht erhält, wenn alles andere wegfällt.

Ich möchte wissen, ob Du mit Dir selbst alleine sein kannst
und ob  Du  in Zeiten der Leere nur mit Dir sein kannst.

Oriah Mountain Dreamer 

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© Susanne Glaser, 28.01.2026, Pforzheim
Bild: Monique Munoz Art

 

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