Von der Entbiegung zur Würde – Neumond in Stier am 16.05.2026, um 22.01 Uhr

 

Zwischen Sturm und Verbundenheit

Der Neumond im Stier bringt starke, erneuernde Energien ins Feld, die sich sehr gegensätzlich ausdrücken können. Auf der einen Seite können unbedachte Handlungen für turbulente Folgen und Wendungen sorgen. 

Entschleunigen

Auf der anderen Seite können wir die Verbundenheit mit der Erde und allem, was es gibt, viel intensiver spüren und wahrnehmen. Es kann sich wie eine Öffnung anfühlen, was bisher noch versiegelt schien.

Dazu können geniale Gedanken unser Weltbild und unseren Zugang dazu völlig verändern. Es kann einem wie Schuppen von den Augen fallen.

Leichtigkeit

Es geht darum Leichtigkeit in unseren Leben und Beziehungen zu entfalten, spielerische Neugier und Freude, ehrliche und inspirierende Gespräche.

Gute Beziehungen sind so wichtig für unser Lebensglück. Beziehungen, wo wir genauso angenommen werden, wir wir sind; wo wir alles mitteilen können, was uns bewegt; wo wir miteinander lachen und weinen können und uns gegenseitig würdevoll begegnen: sich selbst sehen, aber auch den anderen – mit den Augen der Liebe und Wertschätzung.

Vom Verbiegen, in die Aufrichtung und Würde

Mars, der Krieger, piekt mit seinem Pfeil Chiron – den verletzten Heiler- an und will erinnern, was Du bisher nicht gewagt hast, umzusetzen oder zu outen. Wo die Angst, nicht gut genug und liebenswert zu sein, Dich blockiert hat. Vielleicht spürst Du auch die Wut, den göttlichen Zorn, dass Du Dich aus Ängsten und blindem Anpassungswillen verbogen hast.

Jetzt bricht die Zeit an, Dich zu entbiegen, gerade und aufrichtig zu werden – die Rückkehr Deiner Würde.

  • Bist Du in Deiner Würde?

Hinter all diesen Bewegungen wirkt eine tiefere Erinnerung: die Rückkehr ursprünglicher weiblicher und männlicher Souveränität.

Lilith setzt ein starkes Zeichen

Lilith – weibliche Urkraft – war gemäss den jüdischen Texten, die  erste Frau Adams und wurde – wie er – aus Erde gemacht. Es gab große Beziehungschwierigkeiten, denn Adam wollte sie beherrschen, nicht nur im Liebesleben.

Nachdem keine Einigung möglich war, floh Lilith aus dem Paradies. Auch die Engel, die ihr „Gott“ hinterher geschickt hat, konnten sie nicht umstimmen.

Akt der Selbstermächtigung

Beim Verlassen des Paradieses wagte Lilith zudem das Verbotene, das Tabu-Thema:
Sie sprach den Namen Gottes aus.

Ein heiliger Klang, der die Ketten der Unterdrückung sprengte.

Ihre Freiheit und Souveränität kehrten zu ihr zurück  – ihre wilde, schöpferische, ungebändigte natürliche Kraft.

Weibliches Füllhorn

Die weibliche Fülle kann sich erst dann richtig entfalten, wenn wir ganz zu uns selbst stehen, uns nicht mehr verbiegen, um zu gefallen, um bestätigt und geliebt zu sein. Denn im Verbiegen erhalten wir manches, bloß keine wirkliche Liebe – nach der wir uns so sehnen.

Gerade deshalb ist es so wesentlich, dich trotz des Lärms der alten Welt ins Leben hinein zu entspannen, Gottvertrauen zu entwicklen, tief zu atmen, die Verbundenheit mit allem zu spüren – Deiner Seele Flügel zu verleihen.

Denn nur da, kann die weibliche Fülle, Schönheit, Magie und  Zauber zu fließen beginnen. Dabei kommen Dir gute Inspirationen, Intutionen und Geistesblitze  in den Sinn, oder Du siehst Zeichen in deinem Umfeld, die Dir den weiteren Weg zeigen wollen. Hab Vertrauen und genieße dankbar das Schöne.

Über die Sinnlichkeit (von Osho) 

Sie wurde von der ganzen Welt verurteilt,
und aufgrund ihrer Verurteilung geht die Energie, die in der Sinnlichkeit erblühen kann,
in Perversionen, Eifersucht, Wut, Hass über – eine Art von Leben, das trocken ist, ohne Saft.

Die Sinnlichkeit ist dein Leben selbst.

Das ist der Unterschied zwischen dir und einem Stein – denn der Stein ist nicht sinnlich.

Je sinnlicher du bist, desto lebendiger bist du.
Und wenn deine ganze Energie in der Liebe, in der spielerischen Sinnlichkeit freigesetzt wird,
ohne dass du dich zurückhältst, ohne dass du Angst hast –
dann gibt es nichts, wovor du Angst haben brauchst.

Sinnlichkeit ist einer der größten Segnungen für die Menschheit;
sie ist deine Sensibilität, sie ist dein Bewusstsein;
das Bewusstsein, das durch den Körper filtert, ist das, was Sinnlichkeit ist.“

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© Susanne Glaser, 14.05.2026, Pforzheim
Bild: Amanda Clark Art

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