
Lilith – der natürlich weibliche Ausdruck
Vom 16.September bis 11. Juni 27 aktiviert Lilith das Steinbockzeichen. Sie begegnet damit der partiarchalen Macht, die sie zu biblischen Zeiten bewegte, das Paradies zu verlassen.
Sie war genauso aus Erde geformt wie Adam. Ihre weibliche Weisheit, Empfänglichkeit und tiefe Verbundenheit mit der gesamten Existenz schenkte ihr besondere Qualitäten. Nämlich im Sinne der Schöpfung alles Leben auf gleicher wertschätzender Augenhöhe anzunehmen.
Adam wollte sie nicht nur mit der Missionarsstellung beherrschen. Sie floh aus dem Garten Eden und sprach dabei noch Worte aus, die strengstens verboten waren. Durch ihren „Ungehorsam“ wurde sie in Folge ganz im Sinne des Patriarchats dämonisiert – In Wahrheit wurde sie frei und hatte wieder vollumpfänglich ihre Schöpferkräfte.
Erinnerung
Vielleicht liegt genau hier eine uralte Erinnerung verborgen: Was geschieht, wenn das Weibliche nicht mehr aus seiner eigenen Natur heraus leben darf, sondern sich einer vorgegebenen Ordnung unterwerfen muss?
Entgegen den Naturgesetzen?
Der Lilith-Schöpfungsmythos stammt aus einer späteren jüdischen Überlieferungen nach Alphabet of Ben Sira. In der Bibel wurde Eva aus einer Rippe von Adam geformt:
Das Leben stammt aus der Rippe des Mannes?
Eine Verdrehung?
Oder erzählt uns dieser Mythos etwas über eine Ordnung, in der das Weibliche nicht mehr als eigene Schöpferkraft erscheint, sondern aus dem Männlichen hervorgeht?
Damit begann das Patricharchat – ein grosser Zyklus, der den Raum für Gehorsam, Lüge, Unterdrückung, Entwertung, Mißbrauch und Kriege öffnete und gleichzeitig aber auch der spirituellen Suche nach Wahrheit und Echtheit.
Klarheit
Wenn uns die Bedeutung, „Verdrehung“ und die Konsequenzen dieser beiden Schöpfungsmythen klar werden, gelingt es uns viel leichter, Orientierung zu finden, um erfüllende und inspirierende Beziehungen zu leben.
Weg von der Fremdbestimmung, hin zu einem natürlichen Ausgleich der weiblichen und männlichen Energien, einem ganz natürlichen Tanz, einem neuen Miteinander – statt Gegeneinander
Der erste große Auftritt
Lilith spannt mit dem Vollmond einen grossen Bogen für mehr Natürlichkeit und Hingabe ans Leben und die Liebe – sich selbst treu zu sein, sich selbst durchzusetzen, was einem wirklich am Herzen liegt.
Sie erinnert an die Selbstverantwortung. Was bedeutet, die Schuld nicht bei anderen oder Situationen zu binden. Sondern sich spüren zu lernen. Schmerz, Wut und sonstige unangenehme Emotionen anzunehmen, weil darin viel sprühende Lebenskraft festsitzt, die befreit werden kann.
Beseelte Energien
Wir haben feinste Schwingungen mit Neptun, wo wir deutlich spüren können, was in unseren Beziehungen zu einer gesunden Balance der Kräfte führt.
Neptun kann allerdings auch ziemliches Chaos verusachen und Dinge aufwirbeln. Bedenke, dass im Chaos immer ein neuer Stern geboren werden kann. Ein Stern, der mehr Erfüllung und Licht schenkt. Gib Dir Raum und Zeit dafür.
Lieben und gebliebt werden
Die alten gesellschaftlichen Wert- und Glaubenssysteme lösen sich immer mehr auf, denn die urweibliche Kraft kommt massiv aus ihrem „Exil“ zurück – in diesem Herbst ganz besonders. Sie küsst die urmännliche Energie wach, die nicht beherrschen will, sondern die Weiblichkeit achtet, wertschätzt und liebt.
Wir erkennen immer deutlicher, dass Liebe nichts mit Leistung, funktionieren, müssen und sich verbiegen zu tun hat. Liebe ist die beseelte Kraft, die uns erfüllt und Flügel schenkt, die uns wachsen lässt, die uns echte Würde verleiht. Aber auch das läutert, was den Flow verhindert.
Sie entfaltet Schönheit, Magie und Zauber, aber auch Wildheit und Feuer – knisterndes Feuer, das uns lebendig, schöpferisch und kreativ das Leben, Beziehungen und den Alltag gestalten lässt.
Liliths Geschenk
Vielleicht ist genau das Liliths Geschenk an diese Schwellenzeit: uns daran zu erinnern, dass Liebe dort lebendig wird, wo wir uns selbst nicht mehr verlassen – uns selbst treu sind und auch klare Grenzen setzen können.
Wo wir unserer Natur vertrauen, unsere Wahrheit achten und dem Leben erlauben, uns wieder mit all seinen Wundern zu berühren.
Zitat von Hermann Hesse
Ich kann dir nichts geben, was nicht in dir existiert.
Ich kann dir keine andere Welt der Bilder eröffnen als die,
die in deiner eigenen Seele ist.
Ich kann dir nur die Gelegenheit, den Schwung, den Schlüssel geben.
Ich werde dir helfen, deine eigene Welt sichtbar zu machen, und das ist alles.
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Wenn Dich mein Artikel inspiriert
© Susanne Glaser, 24.09.2026, Pforzheim
Bild: Taminas-Shop













